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Ein Fluss windet sich durch ein weites Tal, über den Hügeln liegt Morgennebel.
Marcel Kuhn, Mentor und Gründer, lächelnd im Porträt

Der Mensch hinter dem Coaching

Ich bin Marcel Kuhn, Gründer von Nordstern.Coach. Das ist meine Geschichte, mit Höhen und Tiefen, mit Erfolgen und Verletzungen, mit Selbstzweifeln und Antrieb.

Woher ich komme

Ich bin in Wil aufgewachsen, einer Kleinstadt in der Ostschweiz. Als ich neun war, liessen sich meine Eltern scheiden, und wir zogen mit dem neuen Partner meiner Mutter nach Sirnach.

Zwei Sätze aus meiner Kindheit klingen bis heute nach: «Jungs weinen nicht.» Und: «Das tut doch nicht weh, zier dich nicht so.»

Meine Kindheit war von Macht geprägt. Tiefgründige Gespräche über das Leben gab es bei uns zu Hause nicht, und willkommen und geliebt habe ich mich oft nicht gefühlt. Heute sehe ich, dass mein Vater weitergab, was er selbst als Kind erlebt hatte. Wie man Kinder anders begleiten kann, hatte ihm niemand gezeigt. Dass er sein Leben später in seiner zweiten Ehe verändert hat, zeigt mir: Menschen können sich wandeln.

Hatte ich eine schwierige Kindheit? Nein, ich hatte ein wundervolles Leben, vielleicht, weil ich vieles an mir abprallen liess.

Herr Weber, mein Primarlehrer, führte mich, ohne dass ich es spürte. Beim Übertritt empfahl er meiner Mutter das Gymnasium. Sie winkte ab: Das könnten wir uns nicht leisten. Ich wurde früh gebremst, und es fühlte sich normal an.

Ein einzelnes kleines Haus vor einer grossen, verschneiten Bergkette in der Dämmerung.

Geschenke und Umwege

Mein Leben ist voller Geschenke, die einfach kamen. Mit neunzehn ein halbes Jahr in London, weil mich ein Freund meines Vaters fragte. Als ich zurückkam, fragte er, warum ich nicht geblieben sei. Niemand hatte mich gefragt, und ich hatte nie gelernt, selbst zu fragen.

Nach der Rekrutenschule machte ich die Maurerlehre, die sich mein Vater gewünscht hatte, gründete eine kleine Firma und wurde Snowboardlehrer in Zermatt und St. Moritz. Dann kam der Vertrieb: Snowboards im Winter, Mountainbikes im Sommer. Falsch abgebogen und doch richtig angekommen.

Ein Fluss windet sich in weiten Bögen durch ein Tal im Nebel.

Familie

Beim Snowboarden kam Arleta in mein Leben. 1997 lernten wir uns kennen, 1998 heirateten wir, 1999 kam Thore auf die Welt, 2001 Daan.

Arleta hat mir beigebracht, wie wichtig es ist, Kindern zuzuhören. Und dass in einem Menschen mehr steckt als seine Hülle: Menschen sind wertvoll, einfach weil sie sind. Ab da habe ich begonnen, den Menschen zu studieren.

Thore und Daan haben mich gelehrt: Was ich geben will, ist nicht immer das, was empfangen werden will.

Aufstieg

Wenig Schlaf, viel Lernen, viel Arbeit. Bei Bechtle wurde ich innerhalb weniger Monate vom Vertriebler für Infrastruktur zum zentralen Business Developer der Schweizer Gruppe. Ich baute eine Marketing- und Produktmanagement-Organisation für sieben Systemhäuser auf, von Genf bis St. Gallen. Mitte dreissig baute ich unser Haus. Ich habe so vieles erschaffen.

Nur noch funktionieren

Früh habe ich gelernt, einfach zu funktionieren.

Am deutlichsten waren die Jahre, in denen wir gemeinsam ein Unternehmen kauften und es zielstrebig entwickelten: von 750'000 auf fünf Millionen Franken Umsatz. Fünfzig, sechzig, siebzig Stunden pro Woche, zehn Jahre lang.

Meine Ehe hat das beinahe gekostet. Und beim Verkauf lief alles schief, was schieflaufen kann. Am Ende blieb mir nach zehn Jahren Aufbau nichts als die Dankbarkeit, keine Schulden zu haben.

Verwischte Lichtstreifen in Violett und Orange, wie aus einem fahrenden Zug gesehen.

Wie ich herausgefunden habe

Ich habe es verarbeitet, zuerst mit Wut, Hass und Angst, dann mit Gesprächen, mit professionellem Coaching und Mentoring. Mit Denken, Meditieren, Sprechen, Schreiben. Und mit Büchern.

«Gespräche mit Gott» von Neale Donald Walsch hat mir in schwierigen Zeiten gezeigt, dass in jedem Menschen ein Funke Gottes steckt.

Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft, und im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht.

(Hebräerbrief)

All diese Bücher sagen: Das Leben muss keine Bürde sein. Und ich bin nicht mein Auto, nicht mein Haus, nicht mein Bankkonto, nicht mein Job. Wer bin ich? Das ist die eigentliche Frage.

Das Gefühl, versagt zu haben, holt mich manchmal noch ein. Heute glaube ich nicht mehr, dass nur harte Arbeit zu Erfolg führt. Wenn ich Arbeit mit Leichtigkeit und im Einklang mit meinen Werten angehe, entsteht immer etwas Gutes.

Eine offene Tür, Morgenlicht fällt in einem breiten Streifen auf den Holzboden.

Was ich an mir erprobt habe

Das Ritual, morgens und abends, so wie es heute im Nordstern-Coach steckt, pflege ich bis heute mehrmals pro Woche. Dankbarkeit am Morgen lenkt meinen Blick auf das, was ich habe, statt auf das, was fehlt. Dazu eine Absicht für den Tag.

Wie andere mich sehen

Ende 2024 habe ich in meiner Mentoren-Ausbildung fünf Menschen gebeten, mir ehrlich zu sagen, wie sie mich erleben: Arleta, Mischa, Marco, Markus und Ralf. Unabhängig voneinander sagten sie ähnliche Dinge: dass ich intensiv zuhöre, Stille aushalte und nicht urteile. Dass ich in Krisen ruhig bleibe. Dass man sich hundertprozentig auf mich verlassen kann und dass bei mir bleibt, was man mir anvertraut.

Mischa, ein langjähriger Freund, beschrieb, wie ich mich verändert habe: Früher war das Erreichen von Zielen das Zentrum. Heute sei ich sanfter, höre aktiv zu, achte auf meine Kräfte und lasse Unwichtiges bewusst weg. Arleta nannte auch eine Schwäche: dass ich Menschen viele Chancen gebe und dabei meine eigenen Bedürfnisse zurückstelle.

Zwei leere Stühle stehen am Fenster einander zugewandt, weiches Licht fällt herein.

Warum es Nordstern gibt

Ich habe am eigenen Leib erlebt, wie wertvoll es ist, von fremden Menschen als Coach oder Mentor begleitet zu werden. Und doch habe ich mit ihnen selten über meine Werte, meinen Glauben, meine Liebe, meine Beziehungen gesprochen.

Dann sass ich als Teilnehmer in einem Gruppencoaching, drei oder vier Männer unter 35 Menschen. Die leitende Coachin sagte zu mir: «Marcel, wenn eines hier ganz klar ist, dann, dass du auf die Bühne gehörst. Die Welt muss erfahren, was du siehst, wie du denkst und wie du handelst.»

Ich stehe nicht gern auf Bühnen, noch nicht. Ehrlich gesagt, weil ich noch nicht glaube, dass ich so wertvoll bin. Also habe ich beschlossen, das, was ich bin, in ein System zu bringen und jedem Menschen zugänglich zu machen.

Was in Nordstern von mir steckt

Wer weiss, wohin er will, erkennt seinen Weg. Aber zwischen der Lebensvision und dem Heute liegt oft eine riesige Distanz. Darum zerlegt Nordstern die Vision in Jahres-, Quartals- und Wochenwünsche und in einen Schritt für heute. Jeder Schritt muss den eigenen Werten folgen, damit ich als der entscheide, der ich bin, und nicht als der, als den mich andere sehen.

Wichtig ist mir: Der Nutzer muss nicht hinnehmen, was der Coach vorschlägt. Er soll ändern, was nicht stimmt. Und jedes Mal lernt der Coach ihn besser kennen.

Mein Coach soll ehrlich sein, verständnisvoll, vorausschauend, spiegelnd und warm. Ein Coach nimmt dir die Entscheidung nicht ab, er hilft dir, sie aus verschiedenen Blickwinkeln und mit deinen Werten zu treffen.

Marcel Kuhn, Gründer, lächelnd im Porträt
Der Avatar des Nordstern-Coaches, mit KI aus Marcels Gesicht erzeugt und bewusst verändert (KI-Bild)KI-Bild
Links bin ich. Rechts der Avatar deines Coaches: Er ist aus meinem Gesicht entstanden und bewusst verändert. Er trägt meine Haltung und meine Erfahrung in sich, aber was er dir antwortet, schreibt die KI, nicht ich.

Für wen

Zuerst habe ich Nordstern für mich gebaut. Dann sagten andere, sie möchten das auch. Gebaut ist es für alle, die sich einen menschlichen Coach nicht leisten können, die rund um die Uhr eine dritte Stimme möchten, und für jene, die sich nicht trauen, ihrem Partner zu sagen, dass sie gern einen Coach hätten.

In jungen Jahren dachte ich selbst, wer einen Coach braucht, hat einen Schaden. Heute weiss ich: Wer nicht im Einklang mit sich ist, sollte darüber sprechen. Darum soll jeder Mensch Zugang zu Coaching haben, weil ich weiss, wie wertvoll diese Stimme ausserhalb des eigenen Ichs ist.

Bergketten im Nebel, das Licht wird über den Gipfeln heller.

Lerne mich kennen

Zwanzig Jahre mit Menschen sind ein versiegeltes Buch voller Geheimnisse derer, die ich begleitet habe. Die Kurzfassung: Jeder Mensch ist ein Individuum. Ich höre und verstehe Menschen, bringe Teams zusammen und helfe Führungskräften, festgefahrene Situationen zu lösen (mehr auf matd.ch).

Diese Geschichte ist ehrlich. Und vielleicht denkst du jetzt: Das will ich auch.

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